Katzenseuche (FPV)

Die Katzenseuche gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten bei Katzen. Sie wird auch unter den Namen Panleukopenie, Feline Parvovirose, Katzenpest oder Katzenstaupe geführt. Erreger ist das leider weit verbreitete Feline Parvovirus (FPV). Diese Erkrankung ist hochgradig ansteckend und endet in den meisten Fällen tödlich. Die Katzenseuche gehört nicht zu den Zoonosen.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Die Aufnahme der Viren erfolgt über das Maul und gegenseitige Tröpfcheninfektion. Indirekt können sich Katzen durch virusbefallenes Futter oder Gegenstände wie Kratzbaum, Katzenbettchen, Katzenklo, Futternapf usw. infizieren. Darum achten Sie bitte immer auf Hygiene!

Über den Magen-Darm-Trakt gelangen die Viren in den Körper. Dies kann auch über den Atemtrakt erfolgen. Dann befallen sie die umliegenden Lymphknoten. Über die Lymphe wandern die Viren in den Blutkreislauf. Zellen, die sich schnell teilen, z. B. die des Darms, des Lymphsystems oder des Knochenmarks, sind der Hauptangriffspunkt der Viren. Hier werden sie durch das Virus geschädigt.

Symptome

Es gibt vier verschiedene Formen der Katzenseuche. Entsprechend unterschiedlich sind die Symptome.

Form 1
Die perakute Form ist vor allem unter infizierten Kitten zwischen der 8. und 12. Lebenswoche verbreitet. Da das Immunsystem der Kätzchen noch nicht ausgereift ist, sterben sie recht schnell. Symptome sind da noch keine zu erkennen.

Form 2
Die akute Form tritt plötzich auf mit foldenden Symptomen:
Fieber bis auf 41°C in auf- und absteigenden Fieberkurven
schlechtes Allgemeinbefinden
Übelkeit und Erbrechen
Durchfall (wässrig und blutig)
Abfall der weissen Blutkörperchen
Appetitlosigkeit
Flüssigkeitsverlust
Bindehautentzündung

Form 3
Die subakute Form befällt ausgewachsene Katzen. Durch ihr starkes Immunsystem treten in den meisten Fällen keine Symptome auf. Manchmal ist der Verlauf mild.

Form 4
Die intrauterine Form befällt bereits die Föten in der Gebärmutter der Mutterkatze. Dies kann zum pränatalen Tod führen. Lebend geborene Kitten haben häufig Missbildungen des Kleinhirns. Diese führen zu lebenslangen motorischen Störungen und zu Blindheit.

Prognose

Die akute und perakute Form sind lebensgefährlich! Sollten Sie an Ihrer Katze oben erwähnte Symptome erkennen, sollten Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Hier darf nicht mit Naturheilmitteln experimentiert werden! Beim Tierarzt wird die Katze bestmöglich mit Antibiotika, Infusionen, Nährstoffen und evtl. einer Bluttransfusion versorgt.

Im Anschluss an die schulmedizinische Behandlung ist eine klassisch-homöopathische Konstitutionsbehandlung empfehlenswert. Die Katze erholt sich und wird stabilisiert.

© Tierheilpraxis Elisabeth Caspers

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