Parvovirose beim Hund

Bei der Parvovirose handelt es sich um eine Viruserkrankung, die auch unter dem Namen Hundeseuche bekannt ist. Wird sie nicht rechtzeitig diagnostiziert, verläuft sie meist tödlich. Der Erreger ist das canine Parvovirus (CPV). Es handelt sich hierbei um ein sehr widerstandsfähiges DNA-Virus. Es ist weltweit verbreitet und kann Monate überleben. Diese Viren überleben im Kot bis zu 6 Monate. Auch einen pH-Bereich von 3 bis 11 und Temperaturen von bis zu 70°C überleben sie problemlos. Eine besondere Gefahr besteht für Welpen, die das Virus durch das Muttertier übernommen haben. Das Immunsystem ist noch nicht genügend ausgereift, um sich gegen das Virus zu wehren. Häufig sterben diese Welpen an einer Herzmuskelentzündung, bevor sie den dritten Lebensmonat erreicht haben. Ganz allgemein können sich Hunde ab der 4. Lebenswoche infizieren. Vor allem Dünndarm, Knochenmarkszellen und lymphatische Zellen in Thymus und Milz werden befallen. Die Inkubationszeit beträgt sieben bis vierzehn Tage.

Wie stecken sich Hunde an?

In erster Linie erfolgt die Ansteckung über das Fressen von infiziertem Kot. Auch verunreinigtes Futter, das Belecken von Fell und Händen, Teppichen oder anderen Textilien können eine Infektion auslösen. Die Haltung in größeren Gruppen im Tierheim oder beim Züchter fördert eine erhöhte Infektionsgefahr.

Symptome

Starkes, unstillbares Erbrechen
Blutiger Durchfall
Appetitlosigkeit
Apathie
Kreislaufprobleme
Hohes Fieber bis zu 41,5°C
Untertemperatur
Austrocknung
Blutvergiftung
Leukopenie
Sekundärinfektionen durch ein angeschlagenes Immunsystem

Prognose

Bei einer stationären Behandlung liegt die Heilungschance bei etwa 90%. Ohne Behandlung überleben nur 10% der Hunde. Hat der Hund den 5. Krankheitstag überlebt, besteht Hoffnung auf Besserung. Besteht eine Herzmuskelentzündungen, kann diese zu weiteren Spätfolgen führen. Eine Parvoviros gehört grundsätzlich in tiermedizinische Behandlung! Sie sollte nur dann begleitend durch eine klassisch-homöopathische Behandlung unterstützt werden, wenn die Prognose hoffen lässt. Der Hundehalter sollte während der Erkrankung das Tier vor allem bei niedriger Körpertemperatur warm einpacken. Es gilt, Stress zu vermeiden und nach der tierärztlichen Behandlung Schonkost zu verfüttern.

© Tierheilpraxis Elisabeth Caspers




Parvovirose beim Hund

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